Rasse  - Info Landseer

Der Landseer gehört heute zu den eher seltenen und unbekannten Rassehunden. In mancher Hinsicht ist das aber ein Vorzeichen, denn der Landseer ist eben kein Modehund. In früheren Zeiten war diese Rasse allerdings berühmt und sehr weit verbreitet.

Herkunft

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, vor ca. 200 Jahren, brachten Seeleute die ersten Exemplare mächtiger weiß- schwarzer Hunde aus Neufundland mit nach England. Dort hatten sie den Siedlern beim Fischen geholfen, Netze im Wasser geschleppt und Boote durch die Brandung gezogen. Die Vorliebe zum Wasser und sein Ausgeprägter Rettungstrieb sind auch heute noch ein typischer Charakterzug dieser Rasse. So ernannten die Königliche Lebensrettungsgesellschaft Englands den Landseer Paul Pry aufgrund seiner Rettungstaten zum Ehrenmitglied. Benannt wurde die Rasse nach dem englischen Maler Sir Edwin Landseer, wodurch sie sich von da an auch dem Namen nach von ihren nahen Verwandten den etwas kleineren schwarzen Neufundländern unterschieden.

Rassemerkmale

Im Vergleich zum schwarzen Neufundländer ist der Landseer hochläufiger, er wirkt schlanker und ist temperamentvoller. Mit einer Schulterhöhe von 72-80 cm ist ein ausgewachsener Landseer- Rüde aber keineswegs ein Leichtgewicht, die Hündin bleibt dagegen etwas kleiner. Die Behaahrung ist lang und dicht und mit Unterwolle durchsetzt, mit Ausnahme des Kopfes. Als festigendes Rassekennzeichen gilt der Schwarze Kopf mit einer weißen Schnautzenpartie und weißen Blesse, klar voneinander abgegrenzte schwarze Platten sind auf dem Rumpf verteilt, der Hund für die Familie. Dieser Hund ist sicher der edelste unter seinen Artgenossen, sofern er rein gezüchtet wurde und unberührt blieb von der Vermischung mit anderen Rassen. Seine gewaltige Größe und Kraft, sein majestätischer Blick vermitteln dem Betrachter eine Art Ehrfurcht, wenn nicht sogar Furcht, die aber schnell verfliegt, wenn wir die sanfte Gelassenheit, die milde und ausdrucksvolle Intelligenz seines Gesichtsausdrucks wahrnehmen, die beweist, dass Wildheit nicht zu seinen Eigenschaften gehört. Er ist außerordentlich gelehrig und nichts kann seine Anhänglichkeit übertreffen... Dies schrieb Oliver Goldsmith in einer 1774 erschienenen Rassebeschreibung.

Der Landseer hängt an seiner Familie und ist nur für sie da. Er ist eine Persönlichkeit und schaut selbstbewusst in die Welt. Erst im zusammenleben mit seinen Menschen entfaltet er seine vielen guten Eigenschaften, er schmust gern und ist für jedes Spiel zu haben. Zwingerhaltung ist für den Landseer ungeeignet und lässt ihn seelisch vereinsamen und verkümmern. Auch schon wegen des dichten Haarkleides ist der Aufenthalt im freien ebenso wichtig wie Futter und Wasser. Optimal ist ein eingezäunter Garten oder Grundstück beim Haus, in dem sich der Hund bewegen und das er bewachen kann. Kaum jemand wird es wagen ein Grundstück ungebeten zu betreten, dass von einem ausgewachsenen Landseer (gleich ob Rüde oder Hündin ) bewacht wird.

Bissig ist der Landseer nicht, kann aber wenn es nötig ist ungeheuer überzeugend drohen. Auch mit anderen Haustieren versteht er sich nach kurzer Gewöhnung gut. Wer sich also dazu entschlossen hat, und dazu in der Lage ist, einen Landseer bei sich aufzunehmen, kann sich keinen besseren Freund und Gefährten wünschen.

wedel05

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